Forschung und Entwicklung

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DIE VORREITERROLLE BEI INNOVATIONEN

Wir wissen um den Vorrang und die Wichtigkeit intensiver Forschung und Entwicklung, um herausragende Reifen zu liefern und uns ist die Bedeutung von engen Kooperationen mit erstklassigen Autoherstellern bewusst. Deshalb treffen lange vor der Einführung eines neuen Autos Ingenieure des Autoherstellers und unserer Entwicklungsgruppe für Reifen zusammen, um die Anforderungsspezifikationen für bestimmte Fahrzeuge zu diskutieren und definieren.

Um in enger Zusammenarbeit mit den wesentlichen Autoherstellern Reifen für alle Fahrbedingungen rund um den Globus zu entwickeln, hat das weltweite Dunlop Entwicklungsteam zwei Hauptforschungs- und Entwicklungszentren in Asien und Europa. Die globale Fachkompetenz mit Arbeiten in Hanau, Deutschland und in Kobe, Japan ist einzigartig in der Reifenindustrie und sie macht sich durch herausragende Produkte wie den den neuen Dunlop SP Sport Maxx bezahlt – unser neues Flagschiff im Ultra High Performance Segment, sowie durch den jüngsten Erfolg einer globalen Kooperation mit unseren japanischen Kollegen von SRI.

In Europa steht die Dunlop Entwicklungszentrale (DDC-H) in Hanau im Herzen der Autoindustrie. Im Durchschnitt werden hier jedes Jahr 400 OE-Entwicklungen abgearbeitet. Spezielle Teams in der Entwicklungs-Abteilung sind Key Accounts zugeordnet und entwickeln in spezifischen Gruppen für BMW/DC, Audi, GM/OPC, Porsche/VW/Seat/Skoda, Bentley/Aston Martin/Jaguar/Volvo/Saab/Nedcar, Japanische Kunden und an der Profilentwicklung. Es gibt spezialisierte Teams, die sich ausschließlich auf Winterreifen, Van/SUV/C-Typ-Reifen oder Tuning konzentrieren. Diese Fachkompetenz macht Dunlop zu einer der wichtigsten Marken sowohl auf dem deutschen als auch dem globalen OE-Markt mit Kunden wie Audi, BMW, DaimlerChrysler, Porsche, Opel, VW, Land Rover, Rover, Bentley, Toyota, and Nissan.

Im Laufe unserer langen Geschichte, sind zahlreiche Erfindungen und Entdeckungen aus unseren Entwicklungszentren hervorgegangen. Unter ihnen sind die drei wichtigsten und berühmtesten, die Dunlop für sich reklamieren kann – die Entdeckung des Aquaplaning-Phänomens, die Erfindung des Self Supporting Tire (DENOVO/DSST) und die 3S-Technologie.

Aquaplaning

In den frühen Sechzigern stand das technische Team von Dunlop vor der gewaltigen Herausforderung, Reifen mit Grip auf nassen Straßen herzustellen. Zur selben Zeit erkannten Laboratorien und Forschungsstationen überall in der Welt, dass abgenutzte Reifen an ´Aquaplaning´ litten, einem Phänomen bei dem der Reifen auf Wasser schwimmt und jeden Bremsgrip verliert.

1964 patentierte Tom French, Dunlops Reifenentwicklungsmanager, einen Durchbruch im Design von Reifenprofilen. Es beinhaltete ein System von ´Mikrovertiefungen´, das Oberflächenwasser wie ein Schwamm aufsaugte und später wieder abgab. Diese revolutionäre Eigenschaft, verbunden mit einem umlaufenden Rillenprofil und einer biegesteifer Struktur, brachte dem mehrlagigen SP 41 und SP 68 Radial-Autoreifen weltwei viele Sicherheitsauszeichnungen ein.

Das Vermächtnis dieser Konstruktion trägt heute Dunlop’s SP Sport 01 Reifen in sich, die längslaufende Rillen führen, die eine wirbelfreie Wasserableitung erlauben.

DSST (Dunlop Self Supporting Tire)

In den Siebzigern schuf Dunlop DENOVO – den ersten pannensicheren Reifen der Welt – und bot Fahrern damit die Gewähr, lange Strecken und hohe Geschwindigkeiten, selbst nach Druckverlust und Reifenschäden gefahrlos zu überstehen. Um sein Potential zu demonstrieren, wurde ein Fiat Mirafiori von Fort Dunlop nach Turin gefahren, eine Chevrolet Corvette fuhr mit luftlosen Reifen 6000 Kilometer von Boston bis Los Angeles, während Dunlop für sein eigenes Team in der RAC Rallye nur eine pannensichere Version des SP 44 Rallye Reifens nutzte.

Bis zum heutigen Tag setzt sich diese Innovation mit DSST Reifen fort. Diese Technologie kann das
Gewicht eines Fahrzeuges über 80 Kilometer bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h tragen und das selbst ohne Reifendruck. DSST Reifen erlauben Fahrern, weiter zu fahren, statt rechts ranfahren zu müssen und bieten damit mehr Sicherheit. Die Reifen sind einfach und zweckmäßig, sie können auf allen Standardfelgen ohne Spezialwerkzeug verwendet werden und erfüllen dennoch die Anforderungen von Hochleistungsfahrzeugen. Seit 2003 hat sich BMW dafür entschieden, viele Fahrzeuge mit Reifen der DSST Technologie auszustatten. Auf dem Flaggschiff-Model, der neuen BWM 5er Serie, sind mehr als 50% aller Fahrzeuge mit den Dunlop SP 01 DSST Reifen als Originalzubehör ausgerüstet.

3S-Technology

Mit den innovativen asymmetrischen Drei-Zonen-Profilen hat Dunlop eine neue Multi-Talent Technologie in den High Performance Autoreifen-Markt eingebracht. Die 3S-Technologie ermöglicht es, drei wesentliche Reifeneigenschaften gleichberechtigt miteinander zu verbinden –Laufruhe, Sportlichkeit und Sicherheit. Mit der 3S-Technologie beweist Dunlop, durch die Kombination von eigentlich nicht miteinander zu vereinbarenden Parametern, Charakteristiken und Verhalten wieder einmal sein legendäres technisches Know-how. Die 3S-Technology optimiert jede Profilzone auf Basis hochentwickelter Leistungseigenschaften. Die Verbesserung der Aquaplaning-Eigenschaften eines Reifens ist oft mit einem Leistungsverlust bezüglich Geräuschentwicklung und Fahrverhalten verbunden. Durch optimierte Anpassungen zwischen dem neu entworfenen zentralen Rinnensystem, einer neuen Anordnung der äußeren Schulterblöcke (Asymmetric Transfer variation) verbunden mit einer gleichfalls neuen geschlossen Schulter und durch den Einsatz von Hydro-Paddles auf der Schulter-Innenseite lenkt die 3S-Technologie das Wasser wie eine Turbine ab. Dabei kommt es nicht zur Rotation, die Geräuschentwicklung ist reduziert und die Seitenkräfte werden effizient übertragen mit dem Ergebnis exzellenter Fahrstabilität und Fahrverhaltens. Damit ist für die Reifenindustrie ein neuer technischer Standard entstanden.